Glücksgeschichten

Hier berichten wir über unsere Erfolge. Jede Geschichte ist eine gerettete Seele, die endlich glücklich sein darf. Gibt es etwas, was wertvoller ist?

Jeanie

Liebe Irina. 
Endlich schreibe ich unsere Glücksgeschichte auf.


Wir sind Jürgen und Belinda und haben 3 erwachsene Kinder mit zum Teil eigenen Familien. Unsere jüngste Tochter Louisa (damals 21) bewohnte bis Januar 2018 noch 3 Zimmer bei uns. Sie wünschte sich schon sehr lange einen Hund und hatte es Ende 2015 dann endlich geschafft, uns weich zu klopfen. Ihr Wunsch war eigentlich ein Australien Shepherd. Jürgen und ich hatten ein paar Wünsche, was Größe und Alter des Hundes anging.  Er oder sie sollte höchstens mittelgroß und kein Welpe mehr sein.
Die Suche begann und Louisa hat in ihrer Freizeit nichts anderes mehr gemacht, als einen passenden Hund zu suchen. Eines Tages, Anfang Januar 2016 fand sie dann auf eBay Kleinanzeigen eine Anzeige von einem Hund aus dem Tierschutz. Wir waren zuerst skeptisch....
man hört so viel Negatives über Hunde aus dem Ausland,
die über eBay «verkauft» werden sollen. Wenn die nun Geld vorweg haben wollen und wir dann gar keinen Hund zu sehen bekommen oder falls doch, der dann vielleicht krank ist!?
Wir haben die Anzeige immer wieder gelesen und konnten nichts finden, dass uns irgendwie komisch vorkam.  Ganz ehrlich und exakt wurde diese Hündin beschrieben, wie wir ja später feststellen durften.  Sie hat aber natürlich !!!! locker unsere Bedingungen gebrochen.

Sie war ein Welpe und sie war zu dem Zeitpunkt mit ihren gut 5 Monaten schon größer als wir es wollten,
ABER....
diese Schönheit mit DIESEN AUGEN hat uns alle nicht mehr losgelassen. Louisa hat dann sofort Kontakt aufgenommen und so die eigentlich zukünftige Hunde Pflegemama Bianca kennengelernt. Wir wollten Hündin unbedingt kennenlernen aber es gab noch einen Mitbewerber aus dem Ankunftsort für sie. Louisa musste also warten, wie sich diese sich entschieden. Die Stunden des Wartens zogen sich wie Kaugummi. Dann endlich die Nachricht.
 Sie ist da!!!
Und das Beste war, sie war den Mitbewerbern zu groß.

Uns ja eigentlich auch

Jetzt ging alles ganz schnell. Wir sind sofort ins Auto gestiegen und dann erstmal 3 Stunden gefahren, um diese Schönheit mit den wunderschönen Augen zu sehen. Wir hatten nichts dabei.... kein Halsband geschweige denn eine Leine. Es war noch alles so unwirklich. Was hätten wir auch kaufen sollen, kannten wir doch die Ausmaße von unserem zukünftigen Hund ja gar nicht. Und wirklich damit gerechnet, dass wir mit einem Hund nach Hause fahren, hatten wir ja eigentlich auch nicht. Wir kamen also bei Bianca
️an und sahen dort und hatten sofort ein sehr gutes Gefühl .
Im Wohnzimmer warteten zwei wundervolle Wesen auf „Besichtigung „.
Die eine Hündin hieß Gerda und war sehr aufgeschlossen. Die andere Hündin hieß seit ein paar Stunden Jeanie, weil Biancas Sohn meinte, dass der Name schöner für sie wäre, als der vorige.
Dem Namen hatten wir keinen besseren entgegenzusetzen.

Jeanie.... toll.... passt super!

Jeanie war schüchtern aber nachdem wir uns dann hingesetzt hatten, traute sie sich. Sie kam vorsichtig zu uns zur Couch und ging direkt zu Louisa. Jürgen und ich haben eigentlich sofort gesehen, dass die Entscheidung gefallen war.  Es würde mit großer Wahrscheinlichkeit diese große Hündin, die noch kein 1/2 Jahr alt war, werden. 
 Dann unsere kurze Frage an Louisa, ob es Jeanie sein sollte, die eigentlich total unnötig war. Wir kennen ja unser Kind!

Louisas Augen und Herz hatten entschieden... Jeanie ja aber auch schon nach nur wenigen Minuten. Also haben wir alles Nötige geklärt und einen Vertrag gemacht. Dann mussten wir ja nochmal 3 Stunden Auto fahren und wir betraten dann zu viert unser Haus.
 Das allererste, dass Jeanie gemacht hat, war?......
 Sie hat sich Louisa zu Füßen geworfen!!!  Ich hatte Tränen in den Augen, weil ich sowas ja noch nie gesehen hatte. Ich hatte doch die ganze Zeit nach der Entscheidung, dass wir einen Hund wollen, Angst, dass wir es nicht hinbekommen. Wir hatten ja null Ahnung, bis auf das Angeeignete aus dem Fernsehen und Internet.
Natürlich war und ist es nicht immer leicht, den Alltag so zu planen, dass Jeanie nicht zu kurz kommt und die nötige Erziehung bekommt. Aber wir sind immer am Ball geblieben und haben Wege gesucht und gefunden, um ihr ein Hund gerechtes zu Hause zu geben.
Wir haben übrigens schon lange auch eine enge Verbindung zu Irina. Sie hat schon so unglaublich viele Hunde nach Deutschland geholt. Unsere Jeanie hat sogar mal einige Zeit in Moskau bei Irina gewohnt und wurde liebevoll von ihr gesund gepflegt. Jeanie wurde auf einem Spielplatz gefunden, wo die Kinder sie ärgerten.
Wir haben inzwischen schon viele der vermittelten Hunde, mit ihren Besitzern bei einem Treffen, kennengelernt.
Sie sind alle so toll. Kein einziger aggressiver Hund war dazwischen.
In diesem Jahr stand dann auch endlich ein Treffen mit Irina an. Wir sind dann von Kiel nach Bad Bevensen gefahren, um diese großherzige Irina und ihrem Mann Herbert kennenzulernen. Jeanie hat sich dort sofort wohl gefühlt und sich zu uns an den Küchentisch gelegt, an dem es für uns sogar Borretsch gab.

 Irina ist genauso, wie ich sie mir vorgestellt habe... gastfreundlich, liebevoll, hübsch, offen, großherzig und noch viel mehr. Die Stunden gingen leider viel zu schnell vorbei und der Abschied fiel mir gar nicht so leicht aber der liebe Kontakt ist ja geblieben.

Inzwischen ist Louisa bei uns ausgezogen und wohnt 3 Autostunden entfernt mit ihrem Freund zusammen. Weil sie Jeanie so sehr liebt, hat sie sie schweren Herzens bei uns gelassen, weil Jeanie sonst zu lange alleine sein müsste und das auch noch in fremder Umgebung.
Louisa leidet noch heute unter der Trennung zu Jeanie, holt sie aber so oft es geht. Wenn wir sagen „Louisa kommt“ rennt sie zur Tür und setzt sich erwartungsvoll davor.
Niemals würden wir diese 2 Worte sagen, wenn sie nicht stimmen.
Sie waren von der 1. Sekunde an eine Einheit und das bleibt auch so.
Wir buchstabieren sogar oftmals Louisas Namen, um Jeanie nicht zu enttäuschen, wenn sie gar nicht kommt. Jeanie liegt dann weinend vor der Tür und wartet.
Niemals hätten Jürgen und ich gedacht, dass uns so eine riesige, russische Schönheit, unser Herz stielt. Mit unserer geliebten Katze Minou hatte sie sich auch sofort arrangiert und liebt sie inzwischen sehr. Wir können uns gar nicht mehr vorstellen, wie wir nur ohne Jeanie leben konnten. Sogar in den Urlaub konnten wir bisher fliegen.
Nein .... keine Sorge... Jeanie musste nicht im Käfig im Frachtraum sitzen. Meine Freundin Bianca Kosch ist auch Jeanies Freundin und zieht in der Zeit in unser Haus. Das ist nicht selbstverständlich und wir sind ihr sehr dankbar dafür. Niemals hätten wir Jeanie in eine Hundepension gegeben und wären gegebenenfalls natürlich zu Hause geblieben. Ich habe bestimmt etwas vergessen, zu schreiben aber die Geschichte ist sowieso schon viel zu lang geworden. Das liegt daran ,dass leider schon fast 3 Jahre vergangen sind, bis ich endlich schreibe. Ich wünsche allen Tieren und ihren Menschen viel Glück, Liebe, Konsequenz, Vertrauen, Gesundheit, Wärme und ein langes fröhliches gemeinsames Leben.
Liebste Grüße von Belinda

 

 

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AMBER

Vermittelt im Oktober 2017

Die 🍀 Glücksgeschichte von AMBER (Cheri)
Nie werde ich ihn vergessen, den Blick ihrer wunderschönen, bernsteinfarbenen Augen, als sie im Oktober 2017 bei uns in Barsinghausen/Region Hannover ankam. Irina und Herbert von der MIRA Hundehilfe Moskau e.V. brachten die ängstliche Schäferhund-Mischlings-Hündin, die erst 3 Tage zuvor in Deutschland angekommen war, zu uns. Als der Kofferraum geöffnet wurde, drückte sie sich verunsichert, soweit es ging an das Ende der Box. Nur mit Müh und Not ließ sie sich überreden, aus der Box in ihre neue, unbekannte Umgebung zu kommen. Wieder dieser unvergessliche Blick. Dann holten wir unseren 5jährigen Rüden Teddy aus dem Haus nach draußen zur 1. Begrüßung in den Garten.
Teddy ist ebenfalls ein Hund aus dem Tierschutz. Er kam mit 1/2 Jahr von Kreta/Griechenland nach Deutschland und ist ein abenteuerlustiger Sonnenschein. Teddy war es gewohnt, immer einen Artgenossen im Rudel zu haben, und als sein letzter Weggefährte und unser aller geliebter Berner Sennen Mix  "Benito" aus Altersgründen im September 2017 über die Regenbogenbrücke gegangen ist, haben wir nicht lange überlegen müssen zu entscheiden, das Rudel wieder mit einem Hunde-Kumpel- oder Mädel zu komplettieren.
Die erste Begegnung mit Teddy war zurückhaltend, aber freundlich und schon kurz darauf stand für sie fest: Den mag ich ganz doll! Dann gingen wir nach einem kurzen Gassi runde alle ins Haus und erstaunlicherweise drängelte sie sich gleich als erste durch die Haustür und legte sich auf Teddys Platz, einer kuscheligen Ecke zwischen Kamin und Buffet. Dort sollte für die nächste Zeit ihr Rückzugsort sein und Teddy überließ ihn ihr ohne Murren. Ein echter Gentleman eben.
Wir sollten "Cheri" erst für ein paar Tage auf Probe behalten, da Irina und Herbert Urlaub gebucht hatten, mit der Option, sollte es mit uns als neues Frauchen bzw. Herrchen überhaupt nicht klappen, die Hündin auf dem Rückweg wieder mitzunehmen, um sie anderweitig zu vermitteln.
Doch die Maus hatte unser Herz schon nach kurzer Zeit erobert und wir wollten sie nicht wieder hergeben. Dann war noch die Sache mit dem Namen. Da wir mit Teddy schon einen Namen mit "e" und "i"-Laut hatten, sollte sie einen neuen Namen mit anderem Wortlaut bekommen. Mein Vorschlag, sie auf Grund ihrer Herkunft "Olga" zu nennen, kam in der Familie nicht so gut an. "Anouschka" war's irgendwie auch nicht und dann kamen wir wieder auf Ihre schönen Augen. Ja, "Amber"(englisch für Bernstein) sollte es sein!
So begann unser Abenteuer mit der "Russin". Über eins sollte man sich klar sein, wenn man einen Hund in seine Obhut nimmt, der auf der Straße gelebt, misshandelt wurde und in seinem Leben noch nichts Gutes erfahren hat: Man braucht viel Geduld, Liebe, Konsequenz und Einfühlungsvermögen.
Die ersten Tage waren sehr aufregend und irgendwie fängt man wieder von Null an. Auch mit der Stubenreinheit! Und wie war das nochmal mit "Sitz", "Platz", "Bleib"?
Schlimm waren auch ihre Albträume nachts; noch nie haben wir einen Hund so schreien hören, das geht durch Mark und Bein. Was muss sie wohl alles durchgemacht haben?
Die erste Zeit lag sie auch immer in Lauerstellung, zusammengekauert, nie so wirklich entspannt. Vermeintlich schlafend aber doch auf dem Sprung.
Streicheleinheiten? Bitte nicht! Nur widerwillig ließ sie sich anfassen, ging sofort in Angsthaltung und das Anleinen wurde zur Tortur. Damit muss man erst einmal klarkommen, wenn man es anders gewohnt ist: Ein Hund, der nicht zum Schmusen kommt, kein Kuscheln und Kraulen einfordert, das war uns neu und fremd. Aber man möchte doch so gerne! Nichts da. Die Narben in Ihrem Gesicht sprechen für sich.
Ohjeh dachten wir, wie soll das nur werden? Was ist, wenn sie mal eine Zecke hat oder ganz einfach mal gebürstet werden soll?
Katastrophe war auch jedes Mal, wenn es darum ging, in den Kofferraum des Autos springen zu müssen. Auch wenn Teddy, von dem sie sich ja einiges abguckt und dann nachmacht, viele Male vorgehüpft ist, war sie erst nicht dazu zu bewegen. Da wir aber viel ausfahren, um uns und den Hunden bei den Spaziergängen Abwechslung zu den Alltagsrunden zu verschaffen, musste sie irgendwie mit; auch wenn es zum Beispiel mal zum Tierarzt gehen sollte! Komischerweise war es aber kein Problem für sie, im Fußraum des Beifahrers einzusteigen. Es schien uns fast, als fühle sie sich dort wohl und sicher und genau dann war es für uns die Gelegenheit die Maus vorsichtig am Kopf anzufassen und ein wenig zu streicheln, um sie mit unseren Händen und sanften ersten Berührungen vertraut zu machen.
Amber kam im Alter von knapp 2 Jahren zu uns, hatte aber offensichtlich keine Kindheit und holte bei uns erstmal Ihre Welpen Zeit nach mit Dingen, die Welpen ebenso machen: Schuhe und alle möglichen Sachen stehlen und zerkauen, Wäsche verschleppen und an sabbern, umdekorieren, Blumentöpfe ausleeren und natürlich auch den Mülleimer regelmäßig plündern. Dies alles nur, wenn wir nicht da waren. Da wir berufstätig sind und es unumgänglich ist, die Hunde für ein paar Stunden am Tag alleine lassen zu müssen, war auch dies ein Lernprozess. Auch hier gibt Teddy ihr große Sicherheit. Wenn er da ist, ist alles okay. Wenn er aber mal nicht da ist, läuft sie Amok, heult und bellt die ganze Zeit. Sie liebt ihn über Alles!
Und: So ein Hund hat immer Hunger! Sie ist Dauergast in der Küche, wenn gekocht wird und ist mit dem Frühstück schon fertig, wenn Teddy noch nicht mal angefangen hat. Sie murrt ungeduldig, wenn sie während der Zubereitung der Mahlzeit auf der Decke warten muss, bis sie endlich nach "Sitz" vor dem Napf und "OK Nimm's" herzhaft zugreifen darf.


Mit der Leinenführigkeit ging es so. Zuerst machte sie aus Angst einen Riesen Bogen um alle Hunde, denen wir begegnet sind. Dann wurde sie schon etwas mutiger und fing an die anderen Hunde anzustänkern und dies steigerte sich wurde zu einem richtigen Problem. Es wurde also Zeit für eine Hundeschule. Vielen Dank an dieser Stelle an das Hunde-Psychologie-Zentrum Dirk David Schmitt in Hannover-Garbsen, welches uns das letzte 3/4 Jahr begleitet hat und mit deren Hilfe nicht nur der Hund, sondern in erster Linie wir als Halter geschult wurden, das Tier zu verstehen und entsprechend zu führen.
Amber ist mittlerweile angekommen. Sie macht nichts mehr kaputt, hüpft gerne in den Kofferraum, geht super mit und ohne Leine, kennt die Grundkommandos und ist so eine tolle Hündin, die das Leben mit Freude neu entdeckt. Wenn man sieht, wie sie mit Teddy durch unseren großen Garten tobt oder total entspannt, alle Viere weit von sich gestreckt liegt und döst, dann geht uns das Herz auf und wir sagen: Ja, wir haben alles richtig gemacht!  Es hat sich gelohnt, diesem einst traumatisierten Tier ein neues Heim mit viel Liebe, Respekt, Vertrauen, aber auch konsequenter Erziehung zu geben und sie und Teddy machen uns viel Freude. Man kann sie auch super mit ins Restaurant oder ins Büro mitnehmen und sie läuft schon ganz toll am Fahrrad. Wir sind stolz auf unser "großes Mädchen", die sich bis jetzt so prächtig entwickelt hat.
Mittlerweile lässt sie sich ohne Probleme anfassen und streicheln und wenn sie gut drauf ist, stupst sie einen sogar an und bittet damit weiter zu machen. Ein unbeschreibliches Gefühl und eine schönere Bestätigung gibt es nicht. 🍀❤️

Familie Kleine-Briesenick, August 2018

 

 

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    Sabine Bode (Mittwoch, 08 August 2018)

    Ihr seid echt tolle Menschen und habt tolle Hunde.


SAM

Vermittelt im Juni 2017

Hallo Irina, Ich wollte Dir schon zum Jahrestag von Sams Einzug bei uns eine Mail schicken, komme aber erst jetzt dazu. Wir haben Sam ja am 29. Juni letzten Jahres bei Dir abgeholt. Inzwischen ist er schon ein selbstverständlicher Teil unser Familie geworden. Er kann sehr anstrengend sein und fordert viel Aufmerksamkeit, gibt dafür viel Liebe und Spaß zurück. Er ist eben auch voll in der Pubertät und ein kleiner Macho. Mittlerweiler weiß ich aber auch gut damit umzugehen und kann die Zeichen besser deuten, die er mir gibt. Er akzeptiert Autorität und braucht Führung, aber eben auch Freiräume in der er seine Energie ausleben kann. Parkspaziergänge ohne Leine sind inzwischen völlig problemlos, auch wenn er nicht immer gut hört, ist er doch sehr sozial im Umgang mit anderen Hunden. Ich muss mir auch keine Sorgen machen daß er einfach abhaut, denn er kommt immer auf Ruf zurück, wenn auch unbedingt sofort. Auch zuhause hat sich gut an unseren Tagesablauf angepasst. Er weiß genau wenn er an der Reihe ist, und wann nicht. Am besten aber hat Sam sich in unserem Urlaub benommen. Da kann ich ihn gar nicht genug loben. Wir waren im Juni drei Wochen in der Bretagne in einem Mobilheim auf einem Campingplatz auf der Halbinsel Crozon. Dafür mussten wir knapp zwanzig Stunden fahren, mit einer Übernachtung im Zelt auf halber Strecke. Sam sass auf der Fahrt im Kofferraum und hat die Strapaze ohne zu klagen überstanden. Er hat das erste mal in einem Zelt geschlafen ohne uns zu stören. Und er hat alles mitgemacht ohne unangenehm aufzufallen. Das hätte ich nie erwartet, ich dachte der erste Urlaub mit Sam wäre anstrengend weil alles ungewohnt und verunsichernd für Sam wäre, aber er kann sich an jede Situation anpassen und vertraut uns. Das war eine wirklich schöne Erfahrung. Ich schicke Dir im Anhang einige Bilder von Sam im Urlaub. Sam ist jetzt ein Jahr bei uns und ich kann sagen, ich bin sehr froh daß er bei mir ist, weil er mein Leben bereichert. Ich hoffe bei Euch läuft auch alles Gut und Ihr könnt den Sommer ein bißchen genießen. Ich melde mich wieder und sende Euch herzliche Grüße - Jan.
 

 

 

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Paul

Vermittelt im April 2017

Liebe Irina,
liebes Mira-Hundehilfe-Team,
 
heute möchte ich euch meine Glücksgeschichte erzählen.
 
Mein Name ist Paul und ich bin ein ca. 3-jähriger Rüde. Meine Geschichte beginnt im August 2015. In diesem Monat fand mich Natascha, eine Tierschützerin, auf den Straßen von Moskau. Da sie selbst bereits mehrere „Fundhunde“ hat konnte ich bei ihr nicht bleiben und sie brachte mich in ein Tierheim. Dort lebte ich bis Ende 2016 und durfte dann auf eine private Pflegestelle ziehen. Natascha hätte mich in Russland mehrfach vermitteln können, aber sie wollte unbedingt Deutschland für mich. Natascha lernte irgendwann Irina Gröschler von „MIRA“ kennen und bat sie mich in ihre Vermittlungskartei aufzunehmen. Tja, und ich wartete und wartete auf eine liebe Familie aus Deutschland, die mich adoptieren würde. Irina hat so viele Hunde in ihrer Vermittlungskartei, dass sie gar nicht mehr an mich dachte. Anfang 2017 nahm eine Familie aus Deutschland Kontakt mit Irina wegen der Vermittlung eines Hundes auf. Der Hund sollte weiß sein, mindestens 55 cm groß, nicht so alt und lieb , und, und, und….
Dann am 31. März 2017  schickte Irina ein Bild von mir an diese Familie in Deutschland und ich gefiel ihnen. Ich wurde beschrieben als netter junger Rüde ca. 60 cm groß usw. Es passte alles. Die Familie wollte mich adoptieren. Ich konnte es gar nicht erwarten diese Menschen kennenzulernen. Natascha buchte einen Flug für den 19. April 2017 von Moskau nach Hamburg. Natascha begleitete mich nach Deutschland, wollte sie doch sehen wo ich zukünftig leben sollte. OOOOh, es war alles so aufregend. In Hamburg wurden wir dann von Irina in Empfang genommen; ab ins Auto und los ging es. Eine knappe Stunde später waren wir da. Endlich!! Wir stiegen aus dem Auto. Was würde mich erwarten. Ich hatte ein klein wenig Angst. Würde ich der neuen Familie gefallen? Irina, Natascha und ich gingen zu einem Haus und klingelten. Eine Frau machte auf, aber ich wollte nicht ins Haus. Ich hatte Angst, auch schien die Frau von meiner Erscheinung enttäuscht zu sein. Ich fasste meinen ganzen Mut zusammen und rannte ins Haus, Leine ab und weiter durch den Flur, durch das Wohnzimmer in den Garten. Toll, da stand ich im hohen Farn und wollte einfach nicht rein. Nach einer Weile schafften Natascha und Irina es, mich ins Haus zu locken. Die neue Familie hatte schon einen Platz im Wohnzimmer für mich vorbereitet und ich legte mich artig dort hin. Nun sprachen alle über mich. Ja, um ehrlich zu sein….. ich hatte bei meiner Größenangabe ein wenig geschummelt; ich bin nur 50 cm und nicht 60cm groß, ein wenig dicklich und auch nicht sooo weiß. Eher cremefarben. Aber ich wollte damals unbedingt eine Familie in Deutschland haben. Sind dann nicht kleine Notlügen erlaubt? Ja, und da war ich nun in meinem neuen Zuhause. Nach einer Weile gingen Natascha und Irina weg. Mein neues Frauchen ließ mich erst einmal in Ruhe, ich konnte mir den Garten ansehen. Wie gerne war ich draußen!!! Am späten Nachmittag kam mein neues Herrchen von der Arbeit. Als er mich das erste Mal sah war er sehr enttäuscht. Ich sei klein und dick und außerdem humpelte ich mit dem linken Hinterbein. Oh Mann ja, aber das sind doch nur Äußerlichkeiten. Ich wollte auf jeden Fall dieses Zuhause behalten. Also gab ich mir die größte Mühe zu gefallen. Es war schwer für mich, ich verstand auch noch nicht was Herrchen und Frauchen so von mir wollten. Es prasselte so viel Neues auf mich ein. Ein anderes Zuhause, neue Menschen, neue Sprache und Gesten, alles, alles ganz anders als ich es kannte. Jeden Tag machten wir mehrere Spaziergänge. Raus, das war für mich das größte. Wenn Herrchen oder Frauchen meine Leine und das Geschirr rausholten war für mich das Zeichen: jetzt geht es raus. Am Anfang konnte ich nicht viel laufen. Meine Beinmuskeln waren verkümmert. Nach ein paar Minuten musste ich mich erstmal setzen und ausruhen. Ich konnte es nicht fassen und bestaunte die neue Umgebung draußen. Felder und Wiesen, Wald und Wasser, Rehe, Hasen, Kühe, Schafe, Pferde, alles war neu und unbekannt. Immer wieder saß und staunte ich, saugte alle neuen Eindrücke auf wie ein Schwamm. Nach den Spaziergängen saß ich erstmal draußen vor der Haustür und beobachtete die Umgebung. So ging das wochenlang. Langsam wurden die Spaziergänge immer etwas länger und meine Muskel wurden trainiert. Im Haus darf ich in jeden Raum, habe tolle Ruheplätze. Treppensteigen war lange Zeit ein Problem. In Russland hatte man es mir verboten und warum sollte es hier anders sein. Mein Frauchen trug mich wochenlang die Treppe rauf und runter. Sie versuchte alles Mögliche, dass ich doch selbst die Treppen steige ! Dann endlich im Juli diesen Jahres klappte es. Ich war soooo mutig. Auf jeder Treppenstufe lag ein Leckerli (kannte ich aus Russland überhaupt nicht und wusste auch nicht wozu das hier bei meiner Familie gut sein sollte), vorsichtig ging ich Stufe für Stufe die Treppe rauf und auf gleiche Art mit Leckerli   die Treppe wieder runter. Frauchen war begeistert von meinem Können. Von diesem Tag an lief ich wie selbstverständlich die Treppe rauf und runter. Mein Herrchen und Frauchen sind so geduldig und liebevoll mit mir. Nie wird geschimpft geschweige denn geschlagen. Ich bekam das beste Futter, Leckerlies, Spielzeug, tolle Schlafdecken, eben alles was es so gibt. Aber das beste ist Frauchen hat immer Zeit für mich (sie braucht nicht mehr arbeiten) und Herrchen natürlich auch, wenn er von der Arbeit kommt dann ist „Paul-Zeit“. Wir machen so viele tolle Sachen und ich lerne und lerne. Es macht mir großen Spaß. Für mich wurde ein toller Fahrradanhänger gekauft (kann ich doch nicht so lange laufen) und im Sommer haben meine Familie und ich super Ausflüge mit Rad gemacht. Auch im Urlaub auf Rügen wahr ich selbstverständlich mit dabei. Wir wohnten in einem Ferienhaus, die Ausflüge zu Fuß und mit dem Fahrrad waren einfach super. Meine Familie nahm mich auch zum Essen immer mit in die Restaurants. Puuh, das erste Mal war super aufregend. All die tollen Gerüche, so viele andere Menschen. Aber das habe ich alles mit Bravour gemeistert. Frauchen hat immer ihre Jacke auf den Fußboden gelegt und ich hatte es dadurch warm und weich am Körper. Ein paar Tage nach dem Urlaub hatte ich einen Termin in der Tierklinik, weil mein Humpeln nicht besser sondern schlechter wurde. Mein Rückgrat und meine Hüften wurden geröntgt. Das Ergebnis ist: schwere Cox-Arthrose, linke Hüfte. Was für ein Schlag. Frauchen und Herrchen waren sehr traurig. Sie sagten mir, dass sie alles was nur möglich ist für mich machen werden. Ich bekomme jetzt sehr gute Schmerzmittel. Es wurden Mäntelchen für mich gekauft, damit meine Hüfte auch draußen immer schön warm bleibt. Nachts werde ich zugedeckt, oft auch am Tage, wenn ich ruhe. Mann ist das angenehm. Ich habe eine eigene Physiotherapeutin, die einmal in der Woche zur mir kommt, dann bekomme ich Massage und ich muss turnen zur Lockerung und Muskelaufbau. Ich liebe meine Physiotherapeutin!! Inzwischen geht es mir wieder gut. Keine Schmerzen, gute Beinmuskulatur. Ja, Frauchen und ich machen inzwischen täglich lange Spaziergänge. Ich habe angefangen zu spielen und zu toben wenn wir nach Hause kommen. Es hätte alles so schön sein können, aber vor 14 Tagen wurde bei mir eine Futterunverträglichkeit festgestellt. Ich habe mich immer gekratzt und mein Bauch war auch immer etwas dick. Das Ende vom Lied: ich vertrage lediglich Straußenfleisch mit Süßkartoffel. Wisst ihr wie schwer das ist passendes Futter zu bekommen? Aber mein Frauchen und Herrchen haben auch das für mich hingekriegt. Seit ein paar Tagen bekomme ich dieses Spezialfutter. Was soll ich sagen: mir geht es besser, ich bin munter, meine Augen glänzen so wie mein Fell. Das Leben ist schön. Ich finde meine Familie super großartig. Sie zeigen mir jeden Tag, wie sehr sie mich lieben. Halten sie doch auch in schwierigen Zeiten zu mir. Was sie dafür von mir bekommen? Na den besten Hund der Welt!! Ihr wollt wissen, wie ich aussehe? Schaut euch die Bilder an. So sieht ein Hund aus, der „einen Sechser im Lotto“ mit seiner Familie gewonnen hat.
Was ich mir wünsche? Lange, lange Zeit mit meiner Familie die tollsten Sachen machen. Jeden Tag die gleiche Aufmerksamkeit zu erhalten. So wie jetzt.
 
Wau, wau
Paul
P.S. Liebe Irina Gröschler ich danke dir von ganzen Herzen. Ohne dich wäre ich niemals adoptiert worden. Mein voller Name lautet jetzt: Paul Borchert.

 

 

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Fjodor

Vermittelt im Oktober 2014

Anja Likalter, Tierschützerin aus Moskauer Team MIRA-Hundehilfe Moskau:

Die Geschichte von Fedor ist für mich gar nicht so einfach. Wegen einer Verletzung, die er am 2. Tag

seines Aufenthalts im Tierheim erlitt, musste er 3 mal operiert werden. Er ist unglücklicherweise auf das

Territorium für erwachsene Hunde gelaufen und wurde von großen Hunden angegriffen und verletzt. Ich

kann mir nicht verzeihen, dass ich ihn dorthin auch nur zeitweilig gebracht habe.

Den ersten Monat nach der Verletzung befand er sich im Krankenhaus. An einer Pfote (Bein) wurde eine

Konstruktion befestigt und auch Dränagen. Nach anderthalb Monaten wurde die Konstruktion entfernt

und es schien, dass alles gut geworden ist. Ich konnte ruhig aufatmen. Aber nach einem guten Monat

begannen Probleme mit dem anderen Bein, welches während der Behandlung mit der Konstruktion

stärker belastet gewesen ist. Man stellte fest, dass Fedor unter Osteoarthritis leidet und Probleme mit

dem Gelenk hat. Dies bedeutet, dass noch eine Operation (schon die dritte!) benötigt wird und zwar eine

komplizierte.

Fedor brauche eine sorgsame Familie und ein milderes Klima, da sich Osteoarthritis bei kaltem Wetter

verschlimmert.

Im Oktober 2014 schrieb mir Irina, dass Fedor eine Familie gefunden hat. Zu dieser Familie gehörte

früher ein Hund Paul aus einem spanischen Tierheim und Fedor ist diesem sehr ähnlich. Paul lebte mit

Astrid und Torsten 20 Jahre zusammen und an der Wand im Gästezimmer hängt immer noch sein Foto.

Wir haben die Familie informiert, dass Fedor an einer chronischen Krankheit leidet, aber dies hat die

Leute nicht zurückgehalten. Anfang Oktober 2014 kam Fedor hach Deutschland mit dem Zug Moskau-

Paris. Unterwegs war er nachdenklich und ruhig. In Hannover wurde er von der Familie abgeholt und am

selben Tag bekam ich folgenden Brief:

 

Dear Anna,

Fjodor has arrived and caught our hearts in seconds. Obviously he did the long travel from Moskva very well. As you can see in the attached pictures he already found his favorite place and enjoys to be the center of everyone’s interest. Of course after the first explorations of his new home and his new territory he was quite exhausted and slept with his head in my hand.

What a wonderful dog he is! Because of the long ride her had we even had a walk to the doctor to have a first check on him and he was really impressed about his particular and general conditions. I send my deepest respect and my warmest thanks to you for being such a hearty and “dog-loving” person. We hope to meet you sometime in person.

Our heartiest thanks and warmest regards,

Torsten, Astrid, Katharina and Helena

 

In Deutschland besuchte Fedor eine Hundeschule. Er spielt gerne mit Katharina und war auch an der

Ostseeküste. Sein Bein verursacht ihm fast keine Probleme.

Ich bedanke mich von ganzen Herzen bei Irina Skvortsova, Herbert, Natalia und Ildar! Ohne euch könnte

diese glückliche Geschichte nicht wahr geworden sein!

 

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  • #1

    Astrid Iversen (Donnerstag, 09 August 2018 15:29)

    Mittlerweile ist es schon 2018, und Fjodor ist nun bald schon 4 Jahre bei uns. Als fester Bestandteil unserer Familie passt er auf Haus und Hof bestens auf, ist sonst ein sehr freundlicher Hund. Die Hundeschule haben wir längst abgeschlossen �, aber ein paar kleine Macken sind geblieben. Er klaut immer noch gerne herumliegende Socken, oder auch gerne mal eine Leckerei aus der Küche, unser Strolch... �. Kurzum: Das Leben ohne Fjodor wäre um einiges langweiliger, und wir sind dankbar, daß er bei uns lebt.


Sophie (jetzt Smilla)

Vermittelt im Januar 2017

Familie Steenblock Glückstadt:
Im Herbst  2016 mussten wir uns leider nach 17 Jahren von unserem Familienhund Jorka, einem Findlingstier aus Kroatien, trennen. Schon nach einigen Wochen war klar, wir möchten wieder ein Hund. Und so wurde eine Wunschliste aufgestellt was der Hund alles haben muss um auch von uns allen als Familientauglich empfunden zu werden. Wicht war uns, dass es ein Welpe ist da der neue Hund auch mit unseren 4 Katzen klar kommen muss. Freundliches Wesen, damit die Oma im Haus auch mit dem Hund was unternehmen kann. Auf Stammbaum oder Abstammung legen wir keinen Großen wert und unsere Tochter brachte ganz schnell einen Hund aus dem Tierschutz ins Spiel.
Im Januar fanden wir bei uns in der Nähe eine Anzeige mit Foto und Beschreibung von Sophie und einigen anderen Welpen. Merkwürdiger weise waren einiger der Bilder im Schnee aufgenommen. Geschneit hatte es hier doch noch nie dieses Jahr. Zumindest nicht so, dass etwas von der weisen Pracht liegen geblieben wäre. Wir schnappten uns das Telefon und fragten einfach was es mit diesem merkwürdigen umstand auf sich hat.
So kamen wir in Kontakt mit der MIRA Hundehilfe Moskau. Das Telefonat war sehr freundlich und alle Fragen wurden ausgiebig beantwortet. Und so entschlossen wir uns am nächsten Tag den Weg auf uns zu nehmen um mal zu sehen wie so etwas abläuft. Außerdem war schon eine Reservierung auf dem einen oder anderen der Hundewelpen und wir rechneten uns wenig Chancen aus unseren (nur nach den Bildern und Beschreibung) ausgesuchten Hund zu bekommen.
Natürlich war der Wunschhund weg, aber die kleine freundliche Sophie war noch zu haben. Die präsentierte sich ganz entspannt und kam gleich zu uns um einen Kontakt auf zu bauen. Wer kennt das nicht, wenn man so einen kleinen Welpen sieht, trapsieg, verspielt und niedlich, man kann nicht wiederstehen. So entschlossen wir uns Sophie zu uns zu holen. Einige Vorbereitungen waren noch zu treffen und so wurde Sophie kurzentschlossen bei einem Mitgliede der MIRA Hundehilfe, bei uns in der Nähe, für 24 Stunden untergebracht. Wir mussten ja noch einiges besorgen damit es dem Welpen bei uns auch an nichts fehlt.
Es waren 24 hektische Stunden. Körbchen, Kuscheldecke, Futter, Spielzeug und vieles mehr wurde beschafft und es musste noch ein neuer Name gefunden werden. Aus Sophie wurde Smilla die wir dann am nächsten Tag abholen konnten. Smilla war dort 24 Stunden verwöhnt worden, hatte andere Hunde zum Spielen und Familienanschluss. Sogar gebadet hatte Smilla schon.
Vertrag, Schutzgebühr und Hund wechselten den Besitzer. Karin vom Verein hat die Abholung total lieb gemacht und uns auch weitere Unterstützung zugesichert.  
Smilla lebte sich schnell in unserem 3 Generationenhaus ein. Die Katzen zeigten der neuen Hundedame schnell wo die Grenzen sind. Und Smilla hat unsere aller Herz im Sturm erobert.
Schon nach wenigen Tagen bei uns, machte Smilla uns sorgen, Brechen und Durchfall waren nicht in den Griff zu bekommen. Wir kamen auf das Angebot von Karin zurück und griffen zu Telefon. Karin hatte gleich die richtige Vermutung und schickte uns zum Tierarzt.
Unser Tierarzt begrüßte uns und den neuen Hund mit einem Grinsen. Ihm war klar, dass wir nicht lange ohne Hund bleiben konnten.
Smilla wurde von Ihm durchgecheckt und eine Probe des Stuhlgangs an ein Labor gesendet. Der Doktor war begeistert wie komplett geimpft der Hund uns übergeben wurde. Er wünschte sich mehr seriöse Züchter die so kompetent arbeiten.
Zwei Tage später war der Laborbefund da. Smilla hatte sich in den Straßen von Moskau so ziemlich alles im Magen-Darm-Bereich eingefangen was man sich so einfangen kann. Aber nichts was man mit Medikamenten nicht in den Griff zu bekommen ist. Auch hier zeigte sich die MIRA Hundehilfe von der besten Seite. Die Labor- und Tierarztkosten wurden uns bezahlt. Im Vordergrund steht hier wirklich das Tier.
Smilla geht es inzwischen immer Besser und ist nun eine junge Hundedame. Eigentlich ist Smilla sehr schüchtern und allem was sie nicht kennt wird aus dem Weg gegangen. Einmal die Woche geht Smilla in die Hundeschule und lernt dort das sozialverhalten mit anderen Hunden und bekommt die ersten Kommandos richtig beigebracht. Aber auch sonst gibt es  viel zu lernen für einen solche Fellnase. Smilla ist sehr gelehrig und mit Spaß dabei und viel Kommandos klappen schon sehr gut.
Fazit: Ein toller Hund von einem sehr engagierten Verein der auch nach der Vermittlung einen nicht alleine lässt. Danke das Ihr Euch so toll um die Straßenhunde von Moskau kümmert.    

 

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Tinto (jetzt Gismo)

Vermittelt im Dezember 2016

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    Steffi Arndt (Donnerstag, 22 Dezember 2016 20:07)

    So lange hatten wir schon den Wunsch uns einen Hund zu holen. Lange haben wir immer gedacht, dass es bei unserer Lebensweise gar nicht geht. Aber dann kamen wir auf die Idee, dass wir uns doch einen Hund holen können, der uns im gesamten Alltag begleitet. Da ich selbstständig bin kann ich mir vieles einteilen und er kann mich auf meinen Fahrten immer begleiten und lernt ein bischen die Welt kennen. Naja, ein bischen von Deutschland, wir wollen ja nicht übertreiben. Jedenfalls wusste ich nicht, wo ich anfangen sollte zu suchen. Ein Hund aus dem Tierschutz wäre schon super dachte ich mir. Ohne große Hoffnung gab ich bei Ebay Kleinanzeigen unter Suche das Wort "Welpen" ein. Und nach langem scrollen entdeckte ich Gizmo/Tinto und es hat sofort gefunkt. Und genau so muss es sein. Habe die Anzeige sofort meinem Freund geschickt mit der Hoffnung, dass es ihm ebenfalls so geht. Und es war zum Glück so. Also namen wir Kontakt auf und haben uns schon kurze Zeit später dafür entschieden ihn zu adoptieren. Er hat uns auch vorab einmal mit der lieben Irina besucht und konnte sein neues zu Hause beschnuppern. Am 03.12.war es dann endlich soweit und wir konnten ihn abholen. Natürlich ist aller Anfang schwer, er war sehr aufgeregt und hat oft in die Wohnung gepullert die ersten beiden Abende, aber das legte sich. Auch nachts blieb er trocken. Und mittlerweile kommt es kaum noch vor. Nach schon 3 Wochen. Er lernt sehr schnell und einfach nur zum Knuddeln. Natürlich hat er auch noch ein paar Flausen im Kopf, aber welcher Welpe hat das nicht?? Er hat mich schon auf vielen Aufträgen begleitet und hat immer ganz lieb im Auto gewartet und war sogar beim Kunden mit drin. Bis jetzt klappt es also super. In naher Zukunft erwartet ihn dann noch die Hundeschule. Heute hat er schon einen neuen Freund kennen gelernt, den wir bald mal besuchen, damit die beiden toben können. Ich hoffe und denke, dass es weiterhin so gut mit ihm laufen wird und dass er glücklich wird bei uns.


rona

Vermittelt im Juni 2016

So schreiben über Rona ihre liebevollen Besitzer:

"Rona aus Russland – Ängste und Skepsis unbegründet.

Wir wollten einen Familienhund. Der Zeitpunkt ist günstig. Das Wichtigste war für uns der liebe Charakter, denn unsere Tochter war zu dem Zeitpunkt 2,5 Jahre und weiterer Nachwuchs ist zum Ende des Jahres im Anmarsch.
Kann man sich einen Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz mit seiner ungewissen Herkunft in einen Haushalt mit kleinen Kindern holen?  
Aber ich möchte gerne einem Hund ein Zuhause geben, der kein Welpe mehr ist und bisher sicherlich nicht nur Positives erlebt hat.
Schaffe ich das? Ich war noch völlig unerfahren was Hundeerziehung angeht, mein Mann hat zwar Erfahrung aber ist die Woche über meistens beruflich unterwegs. 

Nachdem wir die Tierheime in der Umgebung abgefahren haben, haben wir unzählige Hunde bei Kleinanzeigen entdeckt. Ist das seriös?
Wir hatten mehrere Kontakte zu Pflegestellen. Oft stelle sich heraus, dass der Hund wohl doch nicht so kleinkindertauglich ist, wie in der Beschreibung angegeben oder unser Bauchgefühl war  einfach negativ.
Die Anzeige von Rona ist uns aufgefallen, weil sie so süß in die Kamera schaute und uns die Beschreibung auch sehr zusagte. Das Alter wurde auf 1,5 bis 2 Jahre geschätzt, sie wurde im Wald in der Nähe von Moskau gefunden und sollte eigentlich ins Tierheim. Ronas Vergangenheit ist völlig unklar.
Zum Glück hat sich der Verein ihrer angenommen und sie kam zu einer Pflegestelle.
Frau Schäffer war unsere Ansprechpartnerin, die die Anzeige aufgegeben hatte. Leider konnten wir Rona nicht sofort kennenlernen, denn sie war zu dem Zeitpunkt noch in Russland.
Nachdem Frau Schäffer kurzfristig unsere Wohnsituation kennengelernt und beurteilt hat und viele Fragen beantwortet wurden, sagten wir zu. Wir nehmen Rona – auch ungesehen.
Ob das gut geht?
So machte sich einige Wochen später Rona, zusammen mit der Vereinsgründerin Frau Groeschler, mit dem Flugzeug auf den Weg von Moskau nach Hamburg. Wahnsinn!
Es war ein anrührendes Gefühl zu wissen, dass aufgrund unserer Entscheidung ein kleines Lebewesen einen so langen Weg mit Strapazen und Stress auf sich nehmen und eine tolle Pflegestelle mit Freunden und Familie verlassen muss.
In der Zwischenzeit haben wir unseren Haushalt auf die Ankunft von Rona vorbereitet, eine Hundeschule ausgewählt, weitere Telefonate mit Frau Schäffer geführt und uns über aktuelle Bilder und Videos gefreut. Aufregung und Vorfreude!

Mitte Juni 2016 kam dann unsere Hündin in unser Haus. Behutsam wurden wir einander bekannt gemacht.
Rona tobte dann durch unseren Garten und mit unserer Tochter.
Die schriftlichen und vertraglichen Dinge waren seriös und der Gesundheitspass war sorgfältig geführt.
Der Abschied fiel Frau Groeschler ziemlich schwer – Rona auch.


Die ersten Tage waren gefühlsmäßig eher durchwachsen.
War das die richtige Entscheidung?
Warum schaut der Hund mich so auffordernd an? Wird der Hund in einer Situation aggressiv reagieren?  Wie verhält sich Rona alleine? Wird Autofahren in ihrer Hundebox klappen?
Soviel Dreck und Hundehaare! Da muss ich ja nur noch putzen. Die braucht ja noch viel Erziehung. Wie sollen wir ihr das beibringen und wird sie das lernen?

Rona war schon stubenrein und war wiedererwartend nachts ganz ruhig und artig.
So vergingen die ersten Tage und Woche und wir lernten uns langsam kennen und gewöhnten uns aneinander.
Auf Spaziergängen war Rona ängstlich, zurückhaltend und schreckhaft gegenüber anderen Hunden, Mülltonnen an der Straße sowie Lärm und Geräuschen. Sie hat sehr an der Leine gezogen.
Einige einfache Grundkommandos und der Weg dahin haben wir mit einem Buch zur Hundeerziehung bis zum Start der Hundeschule überbrückt.

Nach 6 Wochen stand auch schon der erste Familienurlaub mit Hund an. Es ging mit dem Wohnwagen durch Holland und Belgien. Rona hat alles super mitgemacht und war sehr lieb. Die Bindung zwischen uns und Rona intensivierte sich immer mehr.

Mittlerweile lebt Rona ca. 6 Monate bei uns. Den Grundkurs in der Hundeschule ( 2x8 Wochen )  
haben wir gerade absolviert. Kann ich in jedem Fall empfehlen.
Sie hat ihren Platz in unserer Familie gefunden und wir haben uns verstehen gelernt.
Die Grundkommandos klappen super, zu unseren Mahlzeiten geht sie auf ihren Platz, sie wartet artig bis wir ihr Fressen freigeben. Spaziergänge sind überwiegend ohne Leine, Abrufen mit Stimme oder Hundepfeife funktioniert gut. Was wollen wir mehr?
Rona liebt es zu toben, zu rennen, im Unterholz zu schnüffeln, mit Artgenossen zu spielen und im Auto zu fahren. Sie ist überall dabei, sucht immer Kontakt zu uns, begrüßt uns morgens stürmisch, nimmt „grobes“ Spielen und Kuscheln mit unserer Tochter gelassen, ist artig und wachsam wenn sie alleine ist und sehr kuschelig und schmusig. Perfekt!!

Unser vierbeiniges Familienmitglied geben wir nicht mehr her und wir freuen uns auf viele Jahre mit ihr.

Wir bedanken uns hier nochmal herzlich für die Vermittlung, den tollen und bestehenden Kontakt und die wundervolle Vereinsarbeit.

An alle Unschlüssigen:
Ja, bestimmt braucht man auch Glück bei der Auswahl eines Hundes aus dem Tierschutz oder Tierheim aber sicherlich kann mit Mühe und Arbeit auch aus anderen Hunden ein lieber Familienhund werden – wenn er es nicht schon ist. Die Hundeschulen bieten vielseitige Kurse an.
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht Rona ein schönes Leben in einem guten Zuhause zu bieten. Dazu braucht man Zeit, Geduld, Konsequenz, Respekt, Verantwortung und nicht ganz unerheblich - Geld. Dafür bekommt man viel Liebe, Dankbarkeit und schöne gemeinsame Momente zurück!"

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Irina (Mittwoch, 07 Dezember 2016 20:51)

    So schön alles zu lesen. Das macht unsere Arbeit in Moskau nicht sinnlos.